
14) Durch Lotenbachklamm und
Wutachschlucht zur Wutachmühle
Die Wutachschlucht zählt wohl zu den malerischsten Schluchten Süddeutschlands. Gut erschlossen durch Wanderwege und +/- gute Stege bietet sie dem Wanderer ein besonderes Naturerlebnis!
Aber die
Wutachschlucht ist auch in geologischer Hinsicht ein besonderes
Highlight: Die Wutach, die unterhalb des Feldbergs als Seebach
aus dem Feldsee entspringt, ab dem Titisee als
("gutmütige") Gutach weiter fließt und erst ab der
Einmündung der Rötenbachschlucht zur eigentlichen
("wütenden") Wutach wird, durchschneidet in ihrem Lauf
zuerst das Grundgebirge mit Graniten und Gneisen, dann, etwa ab
der Schattenmühle, dringt sie in das Deckgebirge ein, zuerst in
den Buntsandstein, dann in die mächtigen Schichten des
Muschelkalks, wo die Wutach dann endgültig den steilen
Schluchtcharakter bekommt. Die senkrechten, bis 100 m hohen
Felswände der Flühen erschließen hervorragend die
Gesteinsschichten und ihre Abfolgen.
Wutachversickerung
und Wiederaustritt des Wutachwassers lässt sich hier bestens
beobachten. Bis zum Beginn des Keupers reicht die hier
vorgeschlagene Wanderstrecke, die bei der Wutachmühle endet. Die
Wutachschlucht durchschneidet in der weiteren Folge die Schichten
von Keuper, Unter- und Mitteljura, bis sie kurz vor Blumberg nach
Abbiegen in Richtung Waldhut nochmals die Muschelkalktafel
durchmißt.
Unsere vorgeschlagene Route beginnt am Beginn der Lotenbachklamm,
führt hinab zur Schattenmühle und dann über Waldwege, z. T.
auch nur schmale Pfade die Wutach entlang zur Wutachmühle. 
Tagesexkursion: Ca. 15 km Länge, je nach Wandergeschwindigkeit und Verweildauer bei den einzelnen Stationen und Aufschlüssen 6 - 7 Stunden; mehrere, z. T. auch längeren Steigungen, stellenweise nur schmale Pfade, die, vor allem nach Niederschlägen, nur mit gutem Schuhwerk begangen werden sollten.